2026 Culture and education – Study visit (Ghent, Brussels, Bruges) & workshops

Im Juni habe ich an folgender internationaler Fortbildung in Belgien, insbesondere Gent, teilgenommen:

„Culture and education – Study visit (Ghent, Brussels, Bruges) & workshops:

How Belgian culture (arts, chocolate, beer, food) found its way into the classroom“

Der Kurs begann in Gent in den Räumen eines ehemaligen Karmelitenklosters, um alle Teilnehmer aus verschiedenen Ländern (Portugal, Schweden, Frankreich) kennenzulernen. Zuerst bekamen wir eine Einführung in das belgische Schulsystem und auch eine Stadtführung durch Gent.

Gent liegt im Nordwesten von Belgien und ist die Hauptstadt der Provinz Ostflandern, sie ist die zweitgrößte Stadt Belgiens mit ca. 270 000 Einwohnern. Sie befindet sich am Zusammenfluss der Flüsse Schelde und Leie.

Von Brüssel und Antwerpen ist Gent jeweils rund 50 Kilometer entfernt, bis zur Küste bzw. Brügge sind es etwa 40-50 Kilometer.

Gent ist eine „junge“ Stadt, vor allem wegen der großen Universität und weiteren Hochschulen (über 80.000 Studenten).

Sie wirkt auch sehr gemütlich aufgrund seines weitgehend autofreien Zentrums, Kanalbooten, Straßenbahnen, vielen Fahrrädern und breiten Fahrradbrücken – man nennt Gent auch eine der führenden Fahrradstädte Europas. 

Gent ist eine mittelalterliche Stadt und bietet viele Sehenswürdigkeiten:

Bavo-Kathedrale (mit dem weltberühmten Gemälde „Genter Altar“, ein Meisterwerk von van Eyck), Grafenburg, Museen (Design Museum, Das Haus von Alijn, Museum für Schöne Künste), De Krook (Offenes Haus fürs Lesen und Lernen), Stadthalle, Junges Leben (Graffiti-Gasse, Viertel Patershol).

Gent gilt auch als Hauptstadt der Vegetarier: es gibt viele vegetarische Restaurants, viele Bioläden und Biosupermärkte

Belgien ist berühmt für seine Pommes Frites, es gibt zahlreiche „Frituur“ mit unterschiedlich frittierten Speisen, außerdem ist die Stadt die Hochburg der Chocolatiers.

So hatten wir auch die Möglichkeit einen Workshop im Pralinenherstellen zu absolvieren, auch der Besuch einer Brauerei stand auf dem Programm. Die belgische Bierbraukunst ist berühmt und bietet eine Vielfalt an Bieren aus vielen kleineren handwerklichen Brauereien.

Der Besuch des College Paters Jozefieten (katholische Bildungs- und Internatseinrichtung) in Melle war ein weiterer Programmpunkt.

Hier konnten wir das Schulsystem in der Praxis erleben, mit den Lehrern ins Gespräch kommen und uns über Gemeinsamkeiten und Erfahrungen austauschen.

Auch Brügge und Brüssel besuchten wir jeweils mit dem Zug, konnten diese auch dort mit verschiedenen digitalen Angeboten erkunden.

Besondere Sehenswürdigkeiten in dem touristisch sehr beliebten Brügge sind: z.B. Altstadt mit vielen Kanälen und Bogenbrücken (Weltkulturerbe – wird auch „Venedig des Nordens“ genannt), Belfried (83m hoherTurm), Marktplatz, Hanseviertel, Rosenkranzkai, „Gruuthusemuseum“.

Die Liebfrauenkirche beherbergt eine reiche Kunstsammlung, (Gemälde von Jan van Eyck, bemalte Grabmäler (13./14. Jahrhundert).

Besonders hervorzuheben: Die „Madonna mit Kind“ von Michelangelo

Diese weltberühmte Statue aus weißem Marmor ist das einzige Werk Michelangelos, das Italien zu seinen Lebzeiten verließ.

Ein weiterer Programmpunkt war die Fahrt nach Brüssel (Hauptstadt, Sitz der Europäischen Union sowie der NATO).

Wichtigste Sehenswürdigkeiten sind das Atomium, Rathaus, der Königliche Palast und das Magritte Museum.

Es war eine sehr spannende und lehrreiche Woche mit vielen internationalen Begegnungen – ein bereichernder Beitrag zur Förderung des europäischen Austauschs von Bildung und Kultur!

Ilse Korner-Philippi

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